Monday, August 2, 2021
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90 Millionen Miese


Franz Unterlass (53), Betriebsleiter des Skigebiets Balderschwang hat die Skisaison abgeblasenFoto: Christian Rudnik

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Franz Unterlass (53), Betriebsleiter des Skigebiets Balderschwang hat die Skisaison abgeblasenFoto: Christian Rudnik

Artikel
von:
Simon Czura
veröffentlicht am

Garmisch – Der Schnee in den Alpen schmilzt und hinterlässt riesige Löcher in den Kassen der Liftbetreiber. Seit November stehen alle Lifte Bayerns still. Winter 2020/21 – ein Totalausfall!

Thu-Há Prügelhof, Sprecherin des Verbands Deutscher Seilbahnen zu BILD: „Wir rechnen im Januar und Februar mit einer Millionen Euro Verlust pro Tag.“ Das sind 60 Millionen Euro alleine im Januar und Februar. Plus in den Monaten November, Dezember und März rechnen die Betreiber mit weiteren 30 Millionen Euro Verlust.

Zwar bekommen die Liftbetreiber Überbrückungsgeld und November-, Dezember-Hilfen, allerdings orientiert sich der Bund dabei am Vorjahr. Der Winter 2019/20 war extrem schneearm, es gab kaum Umsatz im November und Dezember. Also bekommen wir kaum Hilfen vom Staat.“ 50 % der Seilbahnen und 75 % der Schlepplifte stehen vor dem Aus.

Die Forderung der Liftbetreiber: Corona-Hilfen auf Basis eines drei Jahre-Schnitts!

 ▶︎ Antonia Asenstorfer vom Skigebiet Brauneck rechnet vor: „Zu unserem Unternehmen gehören die Skigebiete Brauneck, Spitzingsee und die Wallbergbahn. Fast alle der 70 Angestellte sind in Kurzarbeit.“

Alarmierend: Ein Arbeitsplatz bei der Seilbahn sichert fünf Arbeitsplätze in der Region.

Asenstorfer weiter: „Ein Saisonausfall bedeutet für uns fünf Millionen Euro Verlust. Katastrophe. Wir versuchen alle Zahlungen und Investitionen auf Eis zu legen oder zu ­tilgen.“


Der Schnee taut – die Sesselbahn Schelpen-Alp war diese Saison keine Sekunde in BetriebFoto: Christian Rudnik

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Der Schnee taut – die Sesselbahn Schelpen-Alp war diese Saison keine Sekunde in BetriebFoto: Christian Rudnik

▶︎ Die Zugspitzbahn und Garmisch Classic müssen sogar auf Rücklagen zurückgreifen. Der Grund: Keine Corona-Hilfen vom Staat, da die Zugspitzbahn AG zu 100% der Region gehört. 500 Mitarbeiter in Kurzarbeit.

▶︎ Auch in Balderschwang herrscht fataler Leerlauf. Franz Unterlass (53), Betriebsleiter des Allgäuer Skigebiets: „Selbst wenn es jetzt nochmal zwei Meter schneien sollte, wäre der Aufwand die Pisten zu präparieren zu groß. Wir bleiben zu.“

Prügelhof: „Die meisten Unternehmen haben bereits das Ende der Wintersaison verkündet.“ Die letzte Hoffnung der Liftbetreiber: Ein wanderstarker ­Sommer!

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