Friday, July 30, 2021
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Fünf Tage nach dramatischer Rettungsaktion


16. März 2021: Ein Sanitäter reanimiert Nabody im Hafen von Arguineguin – jetzt ist das Kind gestorbenFoto: BORJA SUAREZ/REUTERS

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16. März 2021: Ein Sanitäter reanimiert Nabody im Hafen von Arguineguin – jetzt ist das Kind gestorbenFoto: BORJA SUAREZ/REUTERS

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Ein zweijähriges Mädchen aus Mali ist auf Gran Canaria wenige Tage nach seiner Rettung von einem Flüchtlingsboot gestorben. Die kleine Nabody starb am Sonntag in einem Krankenhaus, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Das Kind gehörte zu einer Gruppe von 52 Afrikanern, die am Dienstag von einem Flüchtlingsboot nahe Gran Canaria gerettet und an Land gebracht worden waren.

Die Rettungskräfte hatten das bewusstlose Mädchen nach seiner Ankunft an Rot-Kreuz-Helfer übergeben. Fernsehbilder zeigten, wie diese noch im Hafen verzweifelt versuchten, die Kleine wiederzubeleben. Zunächst mit Erfolg. Nabody wurde dann auf der Intensivstation des Kinderkrankenhauses von Gran Canaria behandelt. Jetzt haben die Mediziner den Kampf um das Leben des Mädchens verloren.


Verzweiflung und Erschöfpung an Bord des Schiffes vom Roten Kreuz, das die Flüchtlinge aufgelesen hatFoto: BORJA SUAREZ/REUTERS

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Verzweifelte und erschöpfte Flüchtlinge an Bord des Schiffes vom Roten Kreuz, das die Afrikaner im Atlantischen Ozean aufgelesen hatFoto: BORJA SUAREZ/REUTERS

Laut Medienberichten war Nabody mit ihrer Mutter und ihrer großen Schwester im Flüchtlingsboot nach Gran Canaria gekommen. Sie habe bereits an schwerer Unterkühlung gelitten und einen Herzstillstand gehabt, als sie im Hafen eingetroffen sei.

„Worte können soviel Schmerz nicht beschreiben. Von Herzen Danke an alle, die bis zum Ende gekämpft haben, um sie zu retten“, schrieb Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez auf Twitter. Der Tod des Kindes sei „ein Weckruf“.

Die Kanarischen Inseln entwickeln sich zunehmend zu einem Ziel von Flüchtlingen auf ihrem Weg nach Europa. Im vergangenen Jahr landeten dort rund 23 000 Migranten, achtmal so viele wie 2019. In den ersten drei Monaten dieses Jahres kamen bereits 3000 Flüchtlinge auf den Inseln an, doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Die kürzeste Entfernung von der marokkanischen Küste zu den Kanaren beträgt mehr als hundert Kilometer. Die Route gilt wegen starker Strömungen als gefährlich, viele Flüchtlingsboote sind überfüllt und nicht sicher. Im vergangenen Jahr starben nach Angaben der Hilfsorganisation Caminando Fronteras 1851 Flüchtlinge auf der Strecke.

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